Wir bedanken uns bei der Stiftung „Wir helfen e.V.“ Unterstützungsverein von M. Dumont-Schauberg für die weitere Förderung zur Finanzierung unseres Familienhauses in Köln - Buchforst.
Bereits in 2007 waren viele Menschen der Aktion „Wir helfen“ des Kölner Stadtanzeigers gefolgt und spendeten für bessere Lebens- und Entwicklungschancen von Kindern sowie für die Förderung von Familien in ihrer Stadt.
Diese Spenden ermöglichten den Startschuss und die Anschubfinanzierung für das Familienhaus Buchforst in der Trägerschaft von Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH.
Nach zweieinhalb Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit mit vielen erreichten Zielgruppen, Projekte und Beratungsschwerpunkte waren die von „Wir helfen“ gewährten Spendenmittel Anfang 2010 ausgeschöpft und der Stadt Köln war es aufgrund der knapper werdenden kommunalen Ressourcen nicht möglich unseren Antrag auf Weiterfinanzierung des Familienhauses Buchforst positiv zu bescheiden. Das Familienhaus stand vor dem Aus.
Viele Befürworter unserer Arbeit haben mit positiven Stellungnahmen, Briefen, Gesprächen und Spenden dazu beigetragen, dass es nicht soweit kommen musste. Wir bedanken uns neben vielen anderen bei der Sozialraumkoordinatorin Frau Claudia Greven-Thürmer, bei den Mitgliedern des Runden Tisches Buchforst, beim Bezirksjugendamt Mülheim, der GAG und der Ernst-Cassel-Stiftung und insbesondere bei „Wir Helfen“, dem Unterstützungsverein des Kölner Stadt Anzeiger. Ihr gemeinsames Engagement sichert nicht nur die Existenz des Familienhauses - vielmehr trägt es auch dazu bei, das Vertrauen der Bürger in sozialpolitische Entscheidungen zu stärken.
Von sozialen Frühwarnsystemen und verbesserten Lebensbedingungen für Menschen in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf wird nicht nur geredet.
Täglich beschäftigt uns das Thema Armut, Chancengerechtigkeit und Barrierefreiheit. Auch wenn man mit einem Familienhausangebot die individuelle Armut von Menschen nicht verhindern oder unmittelbar beseitigen kann, so bildet es ein wichtiges Versatzstück im Netzwerk sozialräumlicher Hilfen.
Das Familienhaus bietet frühe Hilfen zur Erziehung für Familien in Buchforst an. Als aktiver Teil eines stadtteilbezogenen sozialen Netzwerkes wird das Ziel verfolgt, das Aufwachsen von Kindern in und mit ihren Familien zu fördern.
Als Anlaufstelle im Alltag bietet es Buchforster Bürgern Unterstützung und Entlastung, sowie Ausweichräume jedweder Art. Das Familienhaus animiert zu Selbsthilfe und leistet einen Beitrag zur Chancenverbesserung. Es schafft Raum für lebendiges und friedvolles Miteinander von Kindern, Eltern und Institutionen. Es schafft eine Akzeptanz für das Leben unterschiedlicher Kulturen und bietet Familien, Eltern und Kindern des Stadtteils, Räume zur Begegnung, Zeit zum Reden, Lernen und Trainieren an. Es schafft – Perspektiven. Zum Leben.
Ein Wegfall des Familienhauses würde für Buchforst bedeuten, dass einem ohnehin stark belasteten Stadtteil, eine wichtige Hilfeform verloren ginge, die von anderen Einrichtungen aufgrund der eigenen Auslastung sowie anderer inhaltlicher Schwerpunkte nicht übernommen werden kann.
Die Angebote des Familienhauses entstehen aus dem formulierten Bedarf der Buchforster Bürger und Familien, sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen sozialen Einrichtungen des Stadtteils. Als eines der ersten Angebote entstand die Hausaufgabenbetreuung, die derzeit von acht Kindern mit Migrationshintergrund genutzt wird. Die Kinder erfahren im Familienhaus die Unterstützung, die ihre Eltern aufgrund eigener Problematiken und sozialer Belastungen oft selbst nicht leisten können.
Für Eltern gibt es Angebote wie Eltern-Kind-Treffen, das Elternfrühstück oder die Gesprächsgruppe, in der sie ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern können.
In einem „Frauenraum“ können sich Frauen mit kleineren Kindern zurückziehen, ihre Babys stillen, wickeln oder im privaten Rahmen Gespräche führen.
Als gemeinschaftlicher Raum zum Kochen, Reden und zum Rezeptaustausch von Gerichten aus dem eigenen Herkunftsland dient die Trainingsküche, die auch zur Vermittlung von hauswirtschaftlichen Kompetenzen für Erwachsene und Kinder genutzt wird.
Es ist gut zu beobachten, dass sich im gemeinsamen Miteinander eine positive Atmosphäre des gegenseitigen Austausches und voneinander Lernens entwickelt. Besonders schön ist zu sehen, dass sich trotz der Unterschiedlichkeiten Gemeinsamkeiten auftun und die Vielseitigkeit als Bereicherung erkannt wird.
Darüber hinaus entwickelt sich im stetigen Miteinander ein Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeiterinnen und das Familienhaus wird zu einem vertrauten Raum, in dem für die gesamte Familie Platz ist. So ergibt es sich wie selbstverständlich, dass man sich mit persönlichen Problemen, wie Schulden, drohender Wohnungslosigkeit, Fragen zur Kindererziehung u.v.m. an die Mitarbeiterinnen wendet.
Die Trainingswohnung ist eine vollständig eingerichtete 2- Zimmerwohnung, die zur Unterbringung sowie zum Training von Erziehung und Haushaltsführung von Mutter oder Vater mit bis zu zwei Kindern genutzt werden kann.
Das Familienhaus findet im Stadtteil Buchforst großen Anklang. Aber wie immer gibt es viel zu tun.
Um all unsere Ideen aber auch umsetzen zu können, sind wir auf die Unterstützung von Menschen angewiesen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen!
So haben wir bereits eine ehrenamtliche Stillberaterin gewinnen können, die im Rahmen einer Stillsprechstunde Fragen rund um das Thema Babyernährung beantwortet. Darüber gibt es einen Vorlesenachmittag, der ebenfalls von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin gestaltet wird. Einmal im Monat findet die kostenlose Erstberatung zu Rechtsfragen aller Art durch eine Rechtsanwältin statt.
Wenn Sie Interesse haben und ehrenamtlich bei uns tätig werden wollen, dann rufen Sie uns doch einfach an oder melden sich per Mail familienhaus-buchforst@awo-der-sommerberg.de
Oder telefonisch: 0221 / 16823506 an Frau Marion Worbs